Buchcover Bodyshaming in der LGBTQ+ Community
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Bodyshaming in der LGBTQ+ Community

Zwischen Schönheitsidealen, Diskriminierung und Selbstakzeptanz

Schlank. Muskulös. Jung. Makellos.

Queere Räume sollen Orte sein, an denen man sich nicht mehr erklären muss. Doch auch hier gibt es Regeln, über die kaum jemand spricht. Ein Blick an der Bar, ein Kommentar im Chat, ein Profil mit dem Satz „Nur Sportler“. Was beiläufig beginnt, wird bei vielen irgendwann zur eigenen inneren Stimme.

Falk Karrasch steht seit Jahren hinter der Bar im Berliner Nachtleben und sieht dort jede Nacht, wie sehr Körper darüber entscheiden, wer gesehen wird und wer nicht. In seinem Buch begleiten vier Menschen durch die Kapitel: Lena, David, Anna und Markus. Ihre Geschichten zeigen, wie unterschiedlich Körperdruck, Scham und der Wunsch nach Zugehörigkeit erlebt werden.

Ein ehrliches Buch über Dating-Apps, Fitnesskultur, Minderheitenstress und Chemsex. Und über die Frage, wie man lernt, mit sich selbst freundlicher umzugehen.

Über das Buch

Körper werden betrachtet, verglichen, kommentiert und vermarktet. Innerhalb der LGBTQ+ Community wiegt das für viele doppelt: Wer schon draußen nicht der Norm entspricht, erlebt in der eigenen Szene oft noch einmal dieselbe Bewertung, nur mit anderen Kategorien.

Das Buch verbindet persönliche Beobachtung mit gesellschaftlicher Einordnung. Es erklärt, wie Schönheitsideale entstehen, was digitale Räume mit dem Selbstbild machen und warum Substanzkonsum für manche ein Versuch ist, Scham für ein paar Stunden nicht zu spüren. Offen, aber ohne zu moralisieren.

Am Ende stehen keine einfachen Antworten, sondern Wege: zu Selbstmitgefühl, zu mehr Verantwortung im Umgang miteinander und zu konkreter Hilfe. Eine Übersicht mit Beratungsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz schließt das Buch ab.

Themen im Buch

  • Körperbilder und Schönheitsideale
  • Dating-Apps und soziale Medien
  • Fitnesskultur
  • Diskriminierung und Minderheitenstress
  • Selbstwert und psychische Gesundheit
  • Sexualität und Beziehungen
  • Chemsex und Substanzkonsum
  • Selbstakzeptanz

Worum es im Buch geht

Wer queer ist, kennt das Gefühl, irgendwo nicht hineinzupassen. Viele suchen deshalb Räume, in denen sie endlich sein dürfen, wie sie sind: Clubs, Bars, Communitys, Dating-Apps. Und dann merken sie, dass auch dort bewertet wird. Zu dick, zu dünn, zu alt, zu weiblich, zu unsportlich. Die Ausgrenzung hat nur andere Kategorien.

Das Buch zeigt, wie gesellschaftliche Schönheitsideale in queere Räume hineinwirken, wie Dating-Profile Menschen auf einzelne Merkmale reduzieren und wie aus Blicken, Witzen und Kommentaren irgendwann eine innere Stimme wird, die man nicht mehr abstellen kann.

Es spricht auch über Themen, die oft verschwiegen werden: Minderheitenstress und psychische Gesundheit, Fitnesskultur zwischen Selbstfürsorge und Selbstoptimierung, Chemsex und Substanzkonsum – nicht als Skandal, sondern als Versuch mancher Menschen, Scham und Unsicherheit für ein paar Stunden zu betäuben. Offen, sachlich und ohne erhobenen Zeigefinger.

Dieses Buch will niemanden belehren. Es will sichtbar machen, was viele fühlen, aber selten aussprechen, und dazu einladen, mit sich selbst und anderen etwas nachsichtiger umzugehen.

Für wen das Buch geschrieben ist

Für queere Menschen, die den Druck kennen, ohne ihn benennen zu können. Das Buch zeigt, dass diese Gefühle nicht aus dem Nichts kommen und dass man damit nicht allein ist.

Für Freund*innen, Partner*innen und Familien, die verstehen wollen, was ein Mensch, der ihnen nahe steht, erlebt.

Für Menschen, die beruflich mit queeren Personen arbeiten: in Beratung, Therapie, Sozialarbeit, Pädagogik, Medizin oder Präventionsarbeit.

Für alle, die queere Räume mitgestalten: Clubbetreiber*innen, Veranstalter*innen, Aktivist*innen, Medien und Marken.

Und für alle, die neugierig sind. Man muss nicht queer sein, um sich in diesem Buch wiederzufinden.

„Es geht mir nicht darum, einfache Antworten vorzugeben, sondern Zusammenhänge sichtbar zu machen.“
— Falk Karrasch

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Stimmen von Leser*innen

„Endlich ein Buch, das nicht nur von Muskeln und Sixpack spricht. Hat mir geholfen, meine eigenen Dating-App-Selbstzweifel einzuordnen.“
Sarah (24), Köln
„Als älterer schwuler Mann kenne ich die Erfahrung, die Markus beschreibt, nur zu gut. Es ist selten, dass diese Thematik so ohne Vorwurf und mit viel Feingefühl behandelt wird.“
Michael (42), Hamburg
„Die Fallbeispiele machen die theoretischen Punkte viel greifbarer. Hatte nach dem Lesen das Gefühl, verstanden zu werden, ohne dass es belehrend war.“
Julia (29), Berlin
„Der Abschnitt über Chemsex und Substanzkonsum war ehrlich und nicht überheblich. Sehr lesenswert.“
Tom (31), München
„Kurz, knackig und sehr verständlich geschrieben. Fühlt sich an wie eine gute Unterhaltung mit einem sehr aufmerksamen Freund.“
Elena (22), Frankfurt am Main
„Ich bin nicht Teil der LGBTQ+-Community, aber das Buch hat mir sehr geholfen, die Unsicherheiten der Jüngeren besser zu verstehen.“
Klaus (55), Stuttgart